Gefahrgutunfall im Beddinger Hafen


Gemeinschaftsübung mit dem Gefahrgutzug der Feuerwehr Salzgitter

Auf der Zufahrtstraße zum Beddinger Hafen kam es am Nachmittag des 30. September zu einem schweren Verkehrs­unfall: Ein mit Gefahrgut beladener LKW wollte das Gelände einer am Hafen ansässigen Spedition verlassen und übersah dabei scheinbar durch die tiefstehende Sonne einen aus dem Hafen kommenden PKW. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem der PKW unter dem LKW eingeklemmt wurde. Der Fahrer des PKW wurde dabei schwer verletzt und in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock.

Ein auf der Ladefläche des LKW befindlicher Behälter mit Schwefel­säure wurde durch den Aufprall zusätzlich beschädigt. Ein Szenario, das sich jederzeit so abspielen könnte, insbesondere auch durch die zahlreichen Transporte verschiedenster Güter in und um Thiede. In diesem Fall handelte es sich jedoch um eine Gemeinschaftsübung der FF-Thiede und des Gefahrgut­zuges der Feuerwehr Salzgitter. (Der Gefahrgutzug setzt sich aus mehreren Freiwilligen Feuerwehren zusammen, die speziell ausgebildet sind und in solchen Fällen zum Einsatz kommen.)

Bereits wenige Minuten nach Alarmierung waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und begannen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt und die Einsatzkräfte durften sich der Einsatzstelle nur unter schwerem Atemschutz nähern. Die eingeklemmte Person wurde im Fahrzeug betreut, der LKW-Fahrer aus dem Gefahren­bereich geführt, der auslaufende Stoff identifiziert und die weitere Vor­gehensweise abge­stimmt. Nach einiger Zeit konnte dann auch damit begonnen werden, den PKW-Fahrer aus seiner miss­lichen Lage zu befreien und die Ladung des LKW unter entsprechenden Vor­sichts­maß­nahmen zu bergen. Nach rund 2,5 Stunden konnte die Übung dann beendet werden und alle eingesetzten Kräfte trafen sich zur Abschluss­besprechung im Thieder Standort.

An dieser Stelle danken wir uns nochmals der Fa. Eppers für die tolle Unter­stützung sowie der Johanniter Unfallhilfe und ihren "Maskenbildnern" für die realistische Darstellung des Unfallopfers.

Michael Rode